Partnerschulprojekt mit der PHBern; Institut für Heilpädagogik

 

Projekt mit der Partnerschule Twann-Tüscherz-Ligerz 2015 bis 2018

Die Volksschule der Gemeinden Twann-Tüscherz-Ligerz am Bielersee führt im Zyklus 1 drei Basisstufenklassen, im Zyklus 2 drei Klassen. Im Zyklus 3 eine altersdurchmischte, durchlässige 7.-9. Klasse (Twanner Modell). Seit vielen Jahren  ist die Schule bestrebt, möglichst allen Schülerinnen und Schülern ihres Einzugsgebiets gerecht zu werden und ein lebendiges Schulleben zu verwirklichen.

Nach einem mehrmonatigen Abklärungs- und Vorbereitungsprozess startete am 15. Oktober 2015 das PSP-Team mit allen Lehrpersonen und dem Schulleiter. Im Rahmen des dreijährigen Projekts wurde die Schule Twann durch das Projektteam im Ziel unterstützt, einen integrativen zyklusdurchlässigen, z.T. zyklusübergreifenden Unterricht zu entwickeln und zu erproben. Das Projekt wurde im Herbst 2018 erfolgreich abgeschlossen.

Zusammenarbeit

Es wurden auf verschiedenen Ebenen Entwicklungsprozesse weitergeführt, angestossen oder aufgebaut. Auf der Ebene der Zusammenarbeitsstrukturen institutionalisierten sich die regelmässigen Zyklusgruppentreffen als Gefässe der engen, unterrichtsbezogenen Planungs- und Reflexionsarbeit zwischen den Lehrpersonen. Häufig wurden die Zyklusgruppen dabei von Dozierenden des Projektteams fachlich begleitet. In der Steuergruppe werden seit 2015 mit dem Schulleiter, Michael Rüegger, aktuelle Fragen und anstehende Themen aus den drei Zyklen aufgegriffen. Daraus entstehen Themen für die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Weiterbildungsthemen

Wichtige Weiterbildungsthemen auf der Ebene Unterrichtsentwicklung seit Projektstart waren: Lernprozessbegleitung und passende Hilfestellungen in der Lernbegleitung; Aufbau vorbereiteter Lernumgebungen mit einer Planungsmatrix; Dialoge führen mit Kindern und mit Jugendlichen; soziale, kommunikative und metakognitive Prozesse anregen, die das eigenständige Lernen unterstützen; Reflexionsgespräche mit Klassen und Gruppen; Rückmeldekultur, Feedback geben und erhalten (Selbst- und Fremdeinschätzung durch Peers und LP); Portfolioarbeitsvarianten. Jedes Thema wurde zyklusspezifisch in möglichen Unterrichtsbausteinen, Materialien oder Aufgabenstellungen konkretisiert. Die Lehrerteams oder einzelne Lehrpersonen wählten gewisse Impulse aus und erprobten diese mit ihren Schülerinnen und Schülern. Erste Erfolge und positive Wirkungen wurden ebenso wie Enttäuschungen innerhalb der Zyklusgruppen sowie in Coachings oder bei Unterrichtsbesuchen mit dem Projektteam reflektiert. Der daraus entstandene Erfahrungsaustausch zwischen den Lehrpersonen und den Dozierenden des Projektteams trägt seither wesentlich zur Auseinandersetzung mit pädagogischen Fragen bei, wie  z.B.: Welche Massnahmen bewirken soziale Integration? Welche Erwartungen habe ich an meine Schüler und Schülerinnen? Sind meine Anforderungen entwicklungs- und altersgemäss? Welche Haltung prägt meinen Unterricht? Werde ich allen Schülerinnen und Schülern damit gerecht?